Guter Start durch frühe Hilfen

Ein Angebot für Mütter und Väter mit Kindern von 0-3 Jahren


Kennen Sie das?

....Tom kann nicht einschlafen. Immer wieder nehmen die Eltern das schreiende Baby hoch und tragen es herum. Nach einer Weile beruhigt sich Tom und wird voller Hoffnung, dass es nun endlich gelingt ihn zum Schlafen zu bringen, in sein Bettchen gelegt. Doch nach ein paar Minuten meldet sich Tom erneut....

....Alina schreit viel. Sie ist tagsüber sehr unruhig und schreit mehr als andere Babys. Besuche bei Freunden und der Verwandtschaft werden für Alinas Mama fast schon zum Spießrutenlaufen. Sie befürchtet, man könne von ihr denken sie sei keine gute Mutter, weil sie Alina einfach nicht beruhigen kann. Und in letzter Zeit ertappt sie sich sogar bei dem Gedanken, dass die anderen vielleicht recht haben könnten.....

....Kevin lässt sich seit einiger Zeit nicht mehr gerne füttern. Immer wieder kommt es zur „Krise“ am Familientisch. Sobald sich der Löffel nähert, dreht der neun Monate alte Kevin seinen Kopf weg oder macht den Mund nicht auf. Seine Eltern machen sich große Sorgen um ihn und haben mittlerweile Angst vor den Mahlzeiten und dem Kampf um jeden Löffel....

....Jessica ist häufig trotzig. Sie hat intensive, lang andauernde und häufige Wutanfälle. Schon als Baby war sie oft unruhig und quengelig. Neuerdings lässt sie sich kaum noch beruhigen, erst wenn Mutter oder Vater ihrem Willen nachgeben. Beide Eltern möchten gerne, dass Jessica auch lernt, zu warten oder etwas nicht zu bekommen. Allerdings fällt es ihnen sehr schwer, bei ihren Erziehungsvorstellungen zu bleiben, wenn ihre Tochter sich schreiend auf den Boden wirft. Sie sind ratlos und fragen sich, was sie falsch machen....

Viele Eltern kennen diese oder ähnliche Situationen. Sie haben sich auf das Baby gefreut, liebevoll wurden die Vorbereitungen für das neue Menschenkind getroffen und nun?

... ist alles anders !!!

Statt Glücksgefühle und familiärer Harmonie erleben Sie zur Zeit mehr Überforderung und Enttäuschung und haben mehr Fragen als Antworten im täglichen Zusammensein mit Ihrem Kind.

Es kann sein, dass Sie als "junge Eltern" wenig bis gar keine Unterstützung in ihrer Umgebung erfahren. Oder auch zu viele „gute Ratschläge“ erhalten, die sie aber nicht als hilfreich erleben, sondern die für weitere Verunsicherung sorgen.

In dieser stressigen Zeit, fällt es nicht immer leicht die Bedürfnisse des Kindes zu verstehen und gelassen darauf zu reagieren. Manchmal wird dann aus einem „Engelskreis“ von Zuwendung, Lächeln, Bestätigt fühlen und wieder frohem Zuwenden ein „Teufelskreis“ aus vergeblichem Bemühen, Frustration über das schreiende, unglückliche Baby, Selbstzweifel und Wut auf das Kind und sich selber.

Wir gehen davon aus, dass Mütter und Väter das Bedürfnis und die Fähigkeit haben, sich für eine optimale Entwicklung ihrer Kinder einzusetzen und ihr Bestes zu geben. Das ist jedoch nicht immer einfach, denn an Eltern werden heute vielfältige Ansprüche gestellt:

  • Mütter versuchen die Balance zu finden zwischen Muttersein und Berufstätigkeit
  • Väter möchten sich mehr einbringen, haben aus beruflichen Gründen jedoch weniger Zeit für die Familie als ihnen lieb ist.
  • Immer mehr Mütter, oder auch Väter, sind heute ganz alleine zuständig für ihr Kind.
  • Eigene Themen, wie z. B. Krankheit oder Krisen in der Familie belasten zusätzlich den Alltag.

Langjährige Erfahrungen sowie neueste Forschungsergebnisse haben jedoch gezeigt, dass sich schwierige Entwicklungszeiten von Kindern umso leichter wieder auflösen, je früher die Situation erkannt und verbessert werden kann.

Deshalb bieten wir allen ratsuchenden Eltern mit Kindern der Altersgruppe 0-3 Jahre ein zusätzliches Beratungsangebot an.


Hier können Sie unseren Flyer "Guter Start durch Frühe Hilfen" herunterladen.

In der Beratung orientieren wir uns an Ihren Fragen und Sorgen und suchen gemeinsam nach einer für Sie passenden Lösung, um den Alltag mit Ihrem Kind zu erleichtern. Häufig helfen schon 3-5 Beratungstermine, manchmal braucht Veränderung aber auch etwas mehr Zeit.

Wir möchten Ihnen Mut machen, denn:

  • Ein Baby oder Kleinkind zu haben, das sehr anstrengend ist, ist nicht Schuld der Eltern!!
  • Es ist wichtig, dass Sie als Mutter und Sie als Vater ihre Belastungen wichtig und ernst nehmen, damit helfen Sie auch ihrem Kind!

Als Ansprechpartnerin für das Angebot "Guter Start durch Frühe Hilfen" möchte ich mich Ihnen gerne vorstellen:

Mein Name ist Inge Hubert-Fiehn und ich bin seit Juni 2008 in der Beratungsstelle tätig.

Als Diplom-Sozialpädagogin, systemische Familientherapeutin und Krankenschwester habe ich langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Eltern, Kindern und Familien. Ich bin für Sie da, wenn Ihr Kind die beschriebenen Verhaltensweisen zeigt, Sie sich Sorgen machen und Fragen haben zu ihrem Baby und/oder Kleinkind.

In der Arbeit mit jungen Eltern und Familien habe ich immer wieder die Erfahrung machen können, wie viel Entwicklung möglich ist und wie bereit Mütter und Väter sind an einer Veränderung zu arbeiten, wenn es um ihre Kinder geht. Ich finde es wichtig, Ihnen als Eltern genau zuzuhören um dann mit Ihnen gemeinsam Schritte zu erarbeiten wie sich die Situation mit Ihrem Kind wieder verbessern kann. Bei Bedarf machen wir auch Besuche bei Ihnen zu Hause, denn manchmal lässt es sich in der vertrauten Umgebung besser reden.

Weitere fachliche Unterstützung kommt aus dem gesamten Team der Beratungsstelle. Besonders unterstützt werde ich dabei von Elke Horstmann, die ihre vielfältigen Kompetenzen als Diplom-Heilpädagogin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Kinderkrankenschwester zur Verfügung stellt.

Ergänzend zu unserem Angebot verweisen wir auch auf das kostenlose Krisentelefon des Kinderzentrums München:
0800 7100900 (Mi, Fr, Sa, So 19–22 Uhr)

Angebote für Fachkräfte

Über die Beratung für einzelne Familien hinaus stehe ich auch allen Fachkräften, die mit jungen Familien zu tun haben, Fachkräfte in Familienzentren und Kindertagesstätten, Hebammen, Kinderärzten und Gynäkologen gerne zur Verfügung, um gemeinsam konkrete Unterstützung für Familien oder auch präventive Angebote zu planen wie etwa zum Thema: "Schlafen, Schreien und Trösten".

Vom Runden Tisch für Frühe Hilfen in Erfstadt wurde der Familienwegweiser Frühe Hilfen in Erftstadt erstellt, den Sie hier auch herunterladen können.

Weitere Infos für Fachkräfte mit Beiträgen und Literaturliste der Fachveranstaltung "Regulationsstörungen als Risikofaktoren im Säuglings- und Kleinkindalter" vom 05.11.08

Ermöglicht wurde der Start dieses zusätzlichen Beratungsangebot in den Jahren 2008-2012 durch Fördermittel der „RheinEnergieStiftung Familie“, des „Ehe- und Familienfonds des Erzbistums Köln“ und weitere kirchliche Mittel. Seit dem 01.06.2012 erfolgt die Finanzierung überwiegend durch Jugendhilfemittel der Stadt Erftstadt.

Logo der Rhein Energie Stiftung
Logo des Ehe- und Familienfonds

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