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Unsere BeratungsangeboteLebenskrisen meistern![]() "Ich weiss nicht, ob es besser wird wenn es anders wird. Ich weiss nur, das es anders werden muss, wenn es besser werden soll." Der Unterschied zeigt sich in der Krise Sie kennen es aus eigenem Erleben im Freundes- oder Familienkreis: Da gibt es Menschen, denen selbst widrige Umstände wie z. B. eigene Krankheit, Beziehungsdramen, Tod von Angehörigen, Unfälle und Verletzungen oder Arbeitsplatzverlust kaum etwas anhaben können. Sie leiden unter solchen Ereignissen wie jeder andere Mensch auch, aber sie zerbrechen nicht an ihnen, sondern gehen oft sogar gestärkt aus diesen Lebensphasen hervor. Diese Fähigkeiten bezeichnet man als "Resilienz", damit bezeichnet man die Eigenschaften, die helfen, mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Andererseits gibt es Menschen, die aus der Bahn geworfen werden, sobald etwas nicht den gewohnten Gang geht und Krisen das Leben überschatten.
Resilienz fördern Das englische Wort "Resilience" bedeutet wörtlich übersetzt Elastizität, Spannkraft, und steht für jene innere Haltung, die einen Menschen nach Bedrohungen und Rückschlägen wieder aufrichtet Doch wie kommt diese Haltung, diese Lebenseinstellung zustande? Und wie kann man sie fördern? Mitglieder der amerikanischen Psychologenvereinigung haben das Phänomen gründlich untersucht. Die Forscher zeigen Möglichkeiten, um diese seelische Kraft aufzubauen. Diese Wege können Sie für sich gehen, ausprobieren. Sie können aber auch anderen helfen, diese Wege zu entdecken - in der Familie, unter Freunden, am Arbeitsplatz. Beziehungen knüpfen Es gibt nichts Schlimmeres, als in einer Lebenskrise allein zu sein. Ein eng gefügtes, funktionierendes Netzwerk sozialer Kontakte gibt Ihnen Halt und Unterstützung in Krisensituationen. Neben der Familie und dem Freundeskreis können das Engagement in gemeinnützigen Organisationen oder gemeinsam mit anderen Menschen ausgeübte Hobbys Ihnen solchen Halt geben. Auch die Einbindung in Kirchen, Vereine und Nachbarschaften kann sinnvoll sein - je größer und vielschichtiger das Netzwerk geknüpft ist, desto wahrscheinlicher besteht es in der Krise eine Zerreißprobe. Auch der Arbeitsplatz erweist sich oft als echter sozialer Fixpunkt von großem Wert. Krisen als überwindbar ansehen Ob am Arbeitsplatz, in der Beziehung oder im Familienkreis: Krisen lassen sich nicht immer vermeiden. Aber nehmen Sie eine Krise wie z. B. das Ende einer Ehe nie als absoluten Endpunkt wahr; versuchen Sie stets, über die unmittelbare Gegenwart hinauszuschauen und sich vorzustellen, wie die Dinge sich für Sie in Zukunft besser entwickeln können. Je konkreter Ihre Vorstellungen, desto besser. Den Wandel akzeptieren, flexibel bleiben Veränderungen gehören zum Leben - Leben ist Veränderung. Und nicht jede Veränderung können Sie aufhalten. Das bedeutet zum Beispiel, dass Sie bei Erkrankung des Lebenspartners oder der besten Freundin Ihre gemeinsamen Ziele nicht unter allen Umständen weiterverfolgen können. Akzeptieren Sie den Wandel, wenn Sie nichts daran ändern können. Lassen Sie Ihren Gefühlen ruhig freien Lauf, leiden Sie mit, seien Sie zornig oder traurig. Aber werden Sie nicht verbittert. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf solche Dinge, die Sie ändern können. Probleme mit Entschiedenheit angehen Ärger mit Kollegen, Frust im Bett? Die Hoffnung, dass Probleme sich durch Abwarten von allein erledigen, ist meistens trügerisch. Oft verschärfen Probleme sich sogar, wenn man sie zu ignorieren versucht. Das gilt in der Firma ebenso wie im persönlichen Lebensraum. Deshalb: Gehen Sie mit Entschiedenheit zur Sache. Und keine Angst vor falschen Entscheidungen - die einzige falsche Entscheidung wäre die, nichts zu unternehmen. Oft reicht es aus, wenn die Entscheidungen sogenannte 60 zu 40 Entscheidungen sind, also wahrscheinlich 60% positive Auswirkungen mit sich bringen können und 40 % unsicher bleiben. Entscheidungen in unsicheren Lebenssituationen können nicht zu 100 % sicher sein. Dranbleiben Eine Gesundheitskrise droht, weil Sie jahrelang nicht auf Ihr Gewicht geachtet haben. Jetzt wollen Sie abspecken und mehr für Ihre Gesundheit tun. Wenn Sie eine solche Entscheidung, die Sie aus der drohenden Krise herausführen soll, getroffen haben, verfolgen Sie die Umsetzung der Ihnen möglichen Kraft. Das kann sich auch als Politik der kleinen Schritte vollziehen. Hauptsache, Sie bleiben dran und arbeiten kontinuierlich an der Erreichung Ihrer Ziele. Und achten Sie darauf, dass Ihre Pläne realistisch bleiben. Gewinnbilanz ziehen Sie haben ein nervenaufreibendes Beziehungsdrama hinter sich? Beobachten Sie, wie krisenhafte Ereignisse und überstandene Kämpfe sich auf Sie auswirken. Auch wenn Sie mal einen Kampf verlieren, werden Sie hinterher feststellen, dass Sie eigentlich doch auf mancherlei Weise gewonnen haben: neue Einsichten, Erkenntnisse, Erfahrungen. Vielleicht sogar neue Freundschaften und verbesserte Beziehungen zu bestimmten Mitmenschen. Ziehen Sie öfter mal Zwischenbilanz, achten Sie auf positive Zeichen - das alles stärkt Ihr Selbstwertgefühl, und macht neue Lust aufs Leben. Ein positives Selbstbild entwerfen Es hat nichts mit Selbstüberschätzung zu tun, wenn Sie sich bemühen, ein möglichst positives Bild Ihrer selbst zu entwerfen - vorausgesetzt, es bleibt realistisch. Schauen Sie sich Ihr Leben an und prüfen Sie Ihre Fähigkeiten, mit Problemen umzugehen - wo liegen Ihre Stärken, was schätzen andere in Krisensituationen an Ihnen? Was hat Ihnen dabei geholfen, frühere Krisen gut zu bewältigen? Vertrauen Sie den daraus gewonnen Stärken. Die Ruhe bewahren Panikmacher sind ebenso schlechte Ratgeber wie Schönredner. Die beste Regel zur Beurteilung einer Krise ist die: Versuchen Sie mit klarem Verstand die Zusammenhänge zu analysieren und zu verstehen. Denken Sie an ein Schiff auf hoher See bei aufkommendem Unwetter: Aus welcher Richtung kommt der Sturm, kann man ihm noch ausweichen, wie lässt das Schiff sich sichern, drohen weitere Gefahren durch Untiefen, nahe Klippen, verrutschende Ladung? Manche Dinge ereignen sich zufällig, andere infolge einer langen Kette vorangegangener Ereignisse - ändern lässt sich die Vergangenheit nicht mehr -aber vielleicht kann man für die Zukunft lernen. Vor allem aber könnten Sie damit beginnen, Perspektiven zu entwickeln, die über die Krise hinausweisen. Das heißt nicht, dass Sie keine unruhigen Gefühle oder zweifelnden Gedanken zulassen dürfen – ganz im Gegenteil wollen diese Seiten Raum in der Gegenwart haben. Es wäre nur nicht hilfreich diese Wahrnehmungen zu verallgemeinern und auf die Zukunft oder das "gesamte Leben" auszudehnen. Dem Prinzip Hoffnung folgen Stellen Sie sich möglichst konkret vor, wie die Dinge sich zum Guten wenden werden. Dann werden Sie eher aufnahmebereit sein für früher oder später kommende gute Erfahrungen. Geben Sie hingegen Ihren Ängsten allzu viel Raum, dann lassen Sie es zu, dass die hinter den Ängsten stehenden Möglichkeiten Wirklichkeit werden (weil man dann im "Tunnelblick" nichts anderes mehr sieht). Geben Sie Acht auf sich Gerade in Krisensituationen neigen Menschen dazu, zu viel von sich selbst zu fordern. Erkennen und akzeptieren Sie Ihre Grenzen. Schaffen Sie mitten im Wirbel Zonen der Ruhe, die unantastbar sind. Das können gemeinsame Meditationen sein, einsame oder gemeinsame Spaziergänge am Meer, Unternehmungen im Freundeskreis, - Hauptsache, Sie verschaffen sich Luft. Bewegung hilft Stress abzubauen. Es tut immer gut, Distanz zur Krise zu bewahren. Dabei kann dabei auch helfen, Tagebuch zu schreiben. Notieren Sie Ihre Gefühle und Beobachtungen. Sie werden feststellen, dass das Aufschreiben Abstand und gedankliche Klärung schafft. Religiöse Lebenseinstellungen und Gemeinschaften helfen Menschen mit religiösen Lebenseinstellungen und einem "Gottvertrauen" kommen leichter über Krisen hinweg. Hilfreich ist auch ein Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft, die einen Menschen mitträgt. Diese Menschen glauben daran, dass es sinnvoll sein könnte, was sie erleben – selbst wenn der Sinn nicht unbedingt klar zu erkennen ist. Manchmal ist es einfach auch das gute Wort des Anderen, dass diesen Glauben in dunklen Tagen bewahrt. Religiöse Menschen gehen davon aus, dass es in der Schöpfung helle und dunkle Tage gibt und finden darin eine Lebensqualität und einen Lebenssinn. Die tragischen Seiten des Lebens gehören dazu – und müssen nicht ausgeblendet werden, auch wenn die moderne Werbung ein Leben in Leichtigkeit verspricht. Eine Trennung kann auch als Abschied von einer Lebensphase verstanden werden und kann der Aufbruch zu einem neuen Leben werden. Manchen Menschen hilft ganz einfach auch ihr Humor.
Sie können sich an eine Beratungsstelle in ihrer Nähe wenden.Dort hilft man Ihnen bei Lebenskrisen und Familienkrisen persönlich, vertraulich und kostenfrei.
Die Telefonseelsorge ist unter www.telefonseelsorge.de rund um die Uhr erreichbar, wenn Sie Soforthilfe brauchen. Die Adressen aller Beratungsstellen in Deutschland finden Sie im Internet unter www.dajeb.de Quellenangabe: Dieser Artikel basiert u.a. auf einer Veröffentlichung "Lebenskrisen meistern – Entdecken Sie das Prinzip der Resilienz" in: "informiert - das Magazin der BKK-Heilberufe" und stellt zugleich eine eigene Zusammenfassung verschiedener Veröffentlichungen zu "Resilienz" dar. Johannes Böhnke Diplom-Sozialpädagoge Johannes.Boehnke at caritasnet.de
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