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Unsere BeratungsangeboteGlücksspielsuchtTexte zur Glücksspielsucht Abhängigkeit von Glücksspielsucht Abhängig vom GlücksspielSpieler träumen vom großen Gewinn. Dem wird alles andere untergeordnet. Aber ein tatsächlich errungener Gewinn wird doch immer wieder verspielt. Der ständige Traum vom Siegen verstellt den Blick auf die Realität, in der das Verlieren längst die Überhand gewonnen hat. Äußerlich sind glücksspielabhängige Menschen kaum zu erkennen, da sie weder eine Alkoholfahne haben noch durch andere ungewöhnlichen Verhaltensweisen auf den ersten Blick auffallen. Diese Tatsache ermöglicht es den Betroffenen, sich selber und andere über die wahre Situation zu täuschen. Angehörige haben da einen klareren Blick und können beschreiben, wie sich der Kontakt zu einem spielsüchtigen Menschen mit der Zeit zum Negativen verändert: Sie fühlen sich nicht mehr wahrgenommen, für den Süchtigen zählt nichts außer das Glücksspiel. Jeder Cent, jeder Euro wird zur Spielbank getragen, in den Automaten gesteckt, bei Sportwetten gesetzt, bei illegalen Glücksspielangeboten aller Art verspielt oder, oder ,oder... Fakt ist, dass am Schluss jeder Cent verspielt wird. Zahlen und FaktenMit Glücksspiel ist eine Menge Geld zu verdienen. Schon heute liegen die staatlichen Einnahmen, die über Glücksspiele erzielt werden um einiges höher als die, die über Alkohol oder Zigaretten eingenommen werden. Die Umsätze auf dem Glücksspielmarkt betrugen 2003 rund 27,5 Mio. Euro. Allein die Geldautomaten schluckten rund 5,8 Mio. Euro. Um diesen Betrag sind die Spieler ärmer, die Spielhallenbesitzer und der Staat reicher. Die typische Spielerlogik, das sich Gewinnchancen erhöhen, wenn man an mehreren Automaten zugleich spielt, ist fatal und falsch gleichermaßen. Anzeichen für eine GlücksspielsuchtEine Gefährdung zur Spielsucht liegt vor, wenn man:
Ursachen und VerlaufDer Reiz entsteht ganz häufig über eine spontane Gewinnerfahrung im Casino oder am Automaten etc. Auf den Punkt gebracht: Wer Pech hat, der gewinnt zu Beginn! HilfsmöglichkeitenViele Spieler versuchen über einen langen Zeitraum, allein vom Spielen wegzukommen. Dieses führt immer wieder zu Rückfällen und damit verbundenen Entmutigungen des Spielers. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem er sich Hilfe holt. Das Hilfsangebot für Spielsüchtige und Angehörige hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Viele Spieler erfahren durch Werbemaßnahmen und das Internet von der Telefonhotline NRW, die Werktags von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr unter der TelNr.: 01801 – 776611 zu erreichen ist. Dort können sie eine erste Beratung bekommen und weitere wohnortnahe Adressen erhalten. In den ambulanten Beratungsstellen erhalten sie zur Klärung ihrer Situation Gespräche, die in Einzel- und Gruppenkontakten erfolgen können. Weitere Hilfen bieten stationäre Therapien in Kliniken, deren Vermittlung die Beratungsstelle übernimmt. Dazu gibt es Selbsthilfegruppen für Spieler und Angehörige, die ohne Anmeldung besucht werden können. Dort lernen die Betroffenen, in Gruppen zu sprechen und damit dem Problem die Heimlichkeit zu nehmen. Sie erfahren, dass ihre Abhängigkeit kein Makel ist sondern eine Krankheit, gegen die man etwas tun kann. Leben ohne zu spielenEtwa 60 % der SpielerInnen, die eine Therapie –sei dies stationär oder ambulant- beenden, sind auch ein Jahr nach ihrer Beendigung weiter abstinent. Dazu gehört aber die weitere Auseinandersetzung mit dem Leben ohne das Spielen. Gerade nach einer stationären Therapie tauchen Situationen auf, die mit neu erlernten Verhaltensweisen ohne das Spielen bewältigt werden müssen. Dafür ist die Unterstützung in den Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen sehr wichtig und hilfreich.
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