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Unsere BeratungsangeboteErziehung mit Erfolgsgarantie ?![]() „Wenn ich nur alles richtig mache....“ – „dann wird mein Kind gelingen und ein glücklicher Mensch sein“ – so denken viele Mütter und Väter. Dies geschieht im guten Glauben, dass die Lebensentwicklung des Kindes vorrangig und maßgeblich durch das Handeln der Eltern geprägt wird. In Wirklichkeit ist es so, dass Erziehung der längste und komplexeste Lebensprozess ist, den man sich denken kann. Unzählige Faktoren mischen auf ein Kind ein: Eltern, Großeltern, Geschwister, Familiensituationen, Gesundheit, genetische Ausprägungen, Ernährung, Wohnraumverhältnisse, Finanzen, Freunde, Ernährung, Bücher, Medien, Lebensstile, Werbung, Kindertagesstätten, Tagespflege, Schulen, Erzieher, Lehrer, Pfarrer, Ärzte, Krankenhäuser, Therapeuten... Dies gilt für den Fall einer positiven Entwicklung genauso wie für schwierige konflikthafte Entwicklungswege. Überhaupt kann man das Leben nicht in „Wenn – Dann“ Relationen denken. Viele Eltern denken: "Wenn ich folgendes mache - passiert folgendes mit meinem Kind...". Es ist richtig, dass man sich über mögliche Konsequenzen des eigenen Handelns klar wird - genauso wichtig ist es aber zu erkennen, dass Kinder oftmals unvorhersehbar reagieren. Kinder lassen sich eben nicht programmieren. Von daher ist es am wichtigsten für Eltern einfühlsam und respektvoll zu sein. Kinder glauben: „Wenn ich einmal groß bin, dann bin ich mächtig und kann alles bewirken.“ Wenn man erwachsen wird, bemerkt man allmählich, dass dies nicht der Fall ist. Auch als Erwachsener gelingt einem nicht alles. Vielmehr gibt es auch hier Erfahrungen von Ohnmacht, Scheitern, Versagen, Teilerfolgen..., das ist normal (und kein Fehler). Man kann beim besten Bemühen nicht sicher vorhersagen, wie Kinder sich entwickeln. Man sollte daher nicht jede normale Verstimmung oder Krise als Versagen der erziehenden Eltern ansehen. (Anzeichen für eine schwierige Gesamtentwicklung dagegen sollte man auf jeden Fall ernst nehmen und sich fachkundigen Rat holen). Jugendliche fangen an sich selber zu erziehen. Um selbständig zu werden ist es notwendig, sich von den Eltern abzugrenzen, anders zu sein. Kinder sind also niemals allein das Produkt elterlicher Handlungen, sondern eigene Persönlichkeiten mit eigenen Zielen und Fähigkeiten... Als Erwachsener hat man begrenzten Einfluss – aber man kann Erziehung und Beziehung nicht machen (so wie man eine Maschine baut und programmiert). Es ist wichtig dass Eltern sich um das Wohl der Kinder kümmern. Jedoch gibt es keine Erfolgsgarantie- und auch kein Umtauschrecht. Wenn man die Möglichkeit eines partiellen Scheiterns der Elternrolle als realistisch einschätzt, kann man die Chance des Gelingens in den Blick nehmen. Man kann die Grenzen der Machbarkeit ebenso erkennen wie „einen Sternenhimmel voller Möglichkeiten“. Und niemand hat vorgeschrieben, dass Erziehung 100 % gelingen könnte oder müsste. Das ist auch gut so, denn es gibt unzählbar viele Einflüsse auf die Entwicklung einer Persönlichkeit - und es gibt die persönliche Wahlfreiheit jedes Menschen. Manchen Eltern würde es auch schon helfen eine eigene gute Selbstachtung zu entwickeln, auch wenn nicht alles gelingt. Es liegt nicht alles in der eigenen Macht – aber man kann das mögliche tun in der Hoffnung, dass die Saat aufgeht. Dabei mag ein "Gottvertrauen" behilflich sein. Im übrigen kann es Eltern zufriedener machen, wenn Sie sich am kleinen alltäglichen Gelingen erfreuen. Johannes Böhnke Diplom-Sozialpädagoge
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