Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.Druckversion der Seite: Worum geht es bei der Pränataldiagnostik und betrifft mich dieses Thema?
Der Begriff „Pränataldiagnostik“ umfasst alle vorgeburtlichen Untersuchungen bei Schwangeren und deren ungeborenen Kindern, mit denen festgestellt werden soll, ob beim Kind bestimmte Erkrankungen oder Fehlbildungen vorliegen oder nicht. Mit Hilfe von vorgeburtlichen Untersuchungen lässt sich eine begrenzte Anzahl von Erkrankungen oder Schädigungen des Kindes feststellen. In Einzelfällen ist es möglich gesundheitliche Beeinträchtigungen des Kindes während der Schwangerschaft zu behandeln. Pränataldiagnostik kann Ihnen trotz unauffälliger Untersuchungsergebnisse keine 100% Sicherheit für ein gesundes Kind geben.
Mehr oder weniger alle schwangeren Frauen sind heutzutage in der Situation, sich mit der Frage auseinandersetzen zu müssen, ob und wenn ja, welche Untersuchungen sie in ihrer Schwangerschaft von Ärztin oder Arzt durchführen lassen möchten. Es gibt vorgesehene und durch die Krankenkasse finanzierte Untersuchungen (wie z.B. die Ultraschalluntersuchungen in der 10., 20.und 30. Schwangerschaftswoche) und weitere, die in der Regel selbst zu finanzieren sind. Es ist oft nicht einfach, sich in dem breiten Angebot für eine Diagnostik zu entscheiden, aber es kann Ihnen auch schwer fallen, auf vorgeburtliche Untersuchungen gänzlich zu verzichten.
Unabhängig von der Beratung durch Ihre Ärztin oder Ihren Arzt haben Sie einen Rechtsanspruch auf Beratung in einer anerkannten Schwangerschaftsberatungsstelle, wo Sie sich informieren oder mit einer Beraterin über Ihre Fragen in der Schwangerschaft auseinandersetzen können.
Mit unserem Beratungsangebot unterstützen wir Sie, eine Haltung zum persönlichen Umgang mit pränataldiagnostischen Untersuchungen zu finden. Sie können sich im Beratungsgespräch mit einer unabhängigen Beraterin über Ihre Ziele und Wünsche klar werden und sich damit auseinandersetzen, welche Bedeutung ein auffälliges Ergebnis bei Ihrem Kind für Sie hätte.
Wenn Sie nach einer Untersuchung mit einer schlechten Nachricht konfrontiert werden, ist Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verpflichtet, Sie auf Beratungsmöglichkeiten in einer Schwangerschaftsberatungsstelle hinzuweisen. Bei uns finden Sie kompetente und einfühlsame Gesprächspartnerinnen, die für Sie und Ihren Partner da sind. In der Beratung werden Sie darin unterstützt Ihre ambivalenten Gefühle zu sortieren, Perspektiven für Ihre Lebenssituation zu entwickeln, Perspektiven für ihre Lebenssituation zu entwickeln und ihre ganz persönlichen Entscheidungen zu treffen. Ist zu erwarten, dass Ihr Kind krank oder behindert zur Welt kommen wird, erhalten Sie zusätzlich zu den Informationen der behandelnden Ärzte von uns weitere Informationen in allen für Sie wichtigen Fragen Ihrer Schwangerschaft und nach der Geburt Ihres Kindes. Sie können sich auch an uns wenden, wenn Sie Hilfe bei der Verarbeitung eines Schwangerschaftsab-bruchs suchen.
Weitere Informationen zu einzelnen Untersuchungsmethoden und den damit verbundenen Fragen finden Sie im Internet unter www.skf-bayern.de sowie unter www.schwanger-info.de .