Internetsucht und Cybermobbing - Wenn das Internet zum Problem wird

 

Susi wird seit Wochen von ihren Klassenkameraden und Bekannten mit intimen Details aus ihrem Leben verspottet. Gestern hat sie endlich den Grund dafür entdeckt: eine Fake-Profilseite auf Facebook. Verfasst von ihrem Exfreund Steffen, auf der peinliche und intime Fotos sowie Handyvideos von Susi zu finden sind. Jeder kann hier Susis intimste Geheimnisse nachlesen und Steffen verbreitet diese dadurch nicht nur an der ganzen Schule, sondern frei zugänglich im gesamten World Wide Web. Susi ist schockiert, dass Steffen, mit dem sie immerhin ein halbes Jahr zusammen war, ihr solch einen Psychoterror antut. Sie ist sich sicher, Steffen will sich rächen, weil sie mit ihm Schluss gemacht hat und jetzt mit einem anderen Jungen zusammen ist. Das Schlimmste aber ist, dass jetzt alle über Susi lachen und sie auf dem Schulhof ausgegrenzt wird.

 

Der Begriff „Mobbing“ stammt aus

... dem Englischen und bedeutet übersetzt so viel wie „schikanieren“, „anpöbeln“. Cybermobbing ist die moderne Spielart von Rufmord, Beleidigung, übler Nachrede, Identitätsklau, Verhöhnung von Opfern, Psychoterror etc. durch Verwendung von Kommunikationsmitteln, insbesondere des Internets. Das Opfer wird durch diskriminierende Texte, Fotos oder Filme öffentlich zur Schau gestellt, beleidigt und meist "unter der Gürtellinie" angegriffen. Neben der Veröffentlichung auf Webseiten und Blogs, findet Cybermobbing auch in Sozialen Netzwerken (z.B. Facebook, Myspace), per SMS, in Chats, in Foren oder Videoportalen (z.B. YouTube) statt. Meist geschieht das Mobbing über einen längeren Zeitraum und die Täter bleiben anonym.

Nicht nur Kinder und Jugendliche sind von Cybermobbing betroffen, es kann auch Erwachsene treffen. Was viele nicht wissen: Täter und Opfer kennen sich oftmals im „realen“ Leben – Attacken werden in den meisten Fällen von Personen aus dem näheren Umfeld (Bekannte, Freunde, Klassenkameraden) ausgeführt. Dabei kann es auch dazu kommen, dass das Mobbing im realen Leben außerhalb des Webs weitergeführt wird.

"Beleidigungen sind die Argumente derer, die Unrecht haben."

Jean-Jacques Rousseau

Wie und wo bekomme ich Hilfe?

Du bist selbst von Cybermobbing betroffen oder kennst jemanden in Deinem Umfeld, der Opfer von Cybermobbing ist? Dann kannst Du dich jederzeit an uns wenden.

 

In der Jugendberatung findest Du jemanden zum Zuhören, Aussprechen und Sortieren. 

Wir sind für Dich da! 

Einfach anrufen, mailen, chatten!

Die Jugendberatung Düsseldorf

E-Mail: jugendberatung(at)skfm-duesseldorf.de

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fon.: 0211  4696 - 200
fax:  0211  4696 - 213

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